Bildung | Wissenschaft
„Bayern muss der Wissenschaftsfreiheit eine Heimat geben“
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11. Februar 2025
Landtags-Grüne fordern Sonderprogramm für Forschende
„Die restriktive Wissenschaftspolitik von Donald Trump setzt Spitzenforscherinnen und -forscher in den USA massiv unter Druck. In der Wissenschaft ist Deutschland ‚the land of the free‘. Bei uns sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler öffentlich finanziert und frei in ihrer Forschungsarbeit. Markus Söders Staatsregierung muss zügig mit einem ‚Sonderprogramm Wissenschaftsfreiheit‘ Stellen schaffen, um den besten Köpfen die Möglichkeit zu geben, in Bayern ihre Forschung fortzuführen, bevor andere Regionen die Fühler ausstrecken. Bayern darf diesen US-Talentpool nicht verkümmern lassen!“
, sagt Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen.
Die Grünen fordern, über ein ‚Sonderprogramm Wissenschaftsfreiheit‘ den Bayerischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen die Möglichkeit zu geben, entsprechende Stellen auf allen Ebenen des Wissenschaftsbetriebs zu schaffen.
US-Präsident Trump hatte jüngst angekündigt, dass amerikanische Universitäten künftig mit deutlich weniger staatlichen Zuschüssen auskommen müssen. Das könnte verheerende Folgen etwa für die Forschungen zu Krebs-Erkrankungen, Alzheimer und Parkinson haben. Führende deutsche Wissenschaftler, wie der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft (MPG), Patrick Cramer, rechnen daher mit einem Zustrom von Spitzenforscherinnen und Spitzenforschern aus den USA nach Deutschland.
Verena Osgyan, Sprecherin für Wissenschaft der Landtags-Grünen, erklärt:
„Der Wissenschaftsstandort Bayern muss der Wissenschaftsfreiheit eine Heimat geben. Forschende und Lehrende geraten nicht zuletzt aus ideologischen Gründen an immer mehr Orten in der Welt unter Druck. Nun zeigt sich, welche Sicherheiten wir hier in Bayern und in Deutschland mit der in unserer Verfassung garantierten Hochschulautonomie für Forschung und Innovation bieten können. Die bayerischen Universitäten und außeruniversitären Institute können diesen Forschenden aus aller Welt hervorragende Bedingungen bieten, wenn die Staatsregierung ein ‚Sonderprogramm Wissenschaftsfreiheit‘ ausrollt. Dazu müssen entsprechende Stellen auf allen Ebenen für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Ländern, deren Wissenschaftsfreiheit eingeschränkt oder bedroht ist, ermöglicht werden. Anstatt lediglich von Laptop und Lederhose zu faseln und Bändchen durchzuschneiden, könnte Ministerpräsident Söder hier beweisen, wie man einen Wissensstandort weltweit attraktiv macht.“