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Sanne Kurz zum Rücktritt von Generaldirektor Maaz

02. April 2025
Maaz darf kein Bauernopfer sein!
Nach den heutigen Äußerungen von CSU-Kunstminister Markus Blume zu den Konsequenzen aus dem NS-Raubkunst-Skandal der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen sowie dem Aus für deren Generaldirektor Bernhard Maaz erklärt Sanne Kurz, Sprecherin für Kultur der Landtags-Grünen:
„Generaldirektor Maaz wirft kurz vor der Rente „freiwillig“ hin. So spart sich der Freistaat langwieriges Gerangel um Abfindungen und Minister Blume kann sich als Aufräumer inszenieren. Trotz des von ihm eingestandenen „Organisationsversagens“, ist es alleine dem öffentlichen Druck und unserer Arbeit als Opposition zu verdanken, dass die Dinge in Bayern in Bewegung geraten sind. Das beschämt 80 Jahre nach Kriegsende gewaltig.
Wenn Markus Blume wirklich so betroffen und überrascht ist, wie er sich gibt, fragt man sich doch, was er die letzten drei Jahre getan hat: Über drei Jahre ist der Staatsminister in Verantwortung, seine Häuser kannte er dabei offenbar nicht, oder er hatte sie nicht im Griff.
Was mich besonders befremdet: Es gab heute kein Wort zu Restitutionen! Einziges Ziel und alleiniger Zweck von öffentlich finanzierter Provenienzforschung sind Wiedergutmachung und Restitution. Vielleicht hebt sich der Minister derlei Ankündigungen für den 8. Mai auf? Opfernachfahren wegen besseren Marketings hinzuhalten, ist allerdings nicht die feine englische Art. Ob es bei den Strukturveränderungen rund um die Staatsgemäldesammlung insgesamt also um ein Bauernopfer geht oder um echte Verbesserungen, das werden wir Grüne genau beobachten.“